Sicher zu Hause
Sturzprävention im Alltag: 7 einfache Tipps für mehr Sicherheit zu Hause
Mit einfachen Maßnahmen wird die Wohnung sicherer: Stolperfallen, Licht, Haltegriffe, Schuhe, Bewegung, Medikamente und Sehen – eine Checkliste.
Veröffentlicht am Aktualisiert am Lesedauer: ca. 4 MinutenHerausgeber: Morgenlicht Alltagshilfe Berlin
Kurz erklärt
- Stolperfallen entfernen und für gutes Licht sorgen
- Haltegriffe in Bad und Flur anbringen
- Bewegung und Gleichgewicht trainieren
- Medikamente, Augen und Ohren prüfen lassen
Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko zu stürzen, und die Folgen wiegen oft schwerer. Viele Stürze passieren in der eigenen Wohnung. Die gute Nachricht: Schon kleine Veränderungen machen den Alltag deutlich sicherer.
1. Stolperfallen entfernen
- Lose Teppiche mit rutschfesten Unterlagen sichern oder entfernen
- Kabel an der Wand entlang führen und befestigen
- Wege durch die Wohnung freihalten, besonders nachts zum Bad
2. Für gutes Licht sorgen
- Nachtlichter in Flur und Bad
- Bewegungsmelder in dunklen Ecken
- Lichtschalter gut erreichbar, auch direkt am Bett
3. Haltegriffe und Hilfsmittel nutzen
- Haltegriffe neben Toilette und Dusche
- Duschhocker oder Duschstuhl
- Erhöhter Toilettensitz, der das Aufstehen erleichtert
Mit Pflegegrad kann die Pflegekasse Umbauten wie Haltegriffe oder eine bodengleiche Dusche bezuschussen. Fragen Sie vor dem Umbau nach.
4. Das richtige Schuhwerk
- Feste Schuhe mit rutschfester Sohle, auch in der Wohnung
- Keine offenen Hausschuhe ohne Halt an der Ferse
5. Bewegung und Gleichgewicht
- Regelmäßige Gleichgewichtsübungen, zum Beispiel in Kursen oder mit Physiotherapie
- Spaziergänge stärken Muskeln und Sicherheit beim Gehen
- Krankenkassen unterstützen häufig Präventionskurse – fragen Sie dort nach
6. Medikamente überprüfen lassen
Manche Medikamente können Schwindel oder Benommenheit auslösen, vor allem in Kombination. Lassen Sie Ihren Medikamentenplan regelmäßig in der Hausarztpraxis oder Apotheke prüfen.
7. Augen und Ohren prüfen lassen
Wer schlecht sieht oder hört, übersieht Hindernisse leichter. Regelmäßige Kontrollen und eine passende Brille oder ein Hörgerät helfen im Alltag.
Wie Alltagshilfe unterstützen kann
Eine Alltagshilfe nimmt anstrengende Wege ab, trägt Einkäufe, begleitet zu Terminen und geht mit spazieren. Mit Pflegegrad kann dafür der Entlastungsbetrag genutzt werden.
Häufige Fragen
Zahlt die Pflegekasse Haltegriffe oder einen Umbau im Bad?
Mit Pflegegrad kann die Pflegekasse Zuschüsse für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen gewähren, zum Beispiel für Haltegriffe oder eine bodengleiche Dusche. Der Antrag sollte vor dem Umbau gestellt werden.
Wer berät zur sicheren Wohnung?
Kostenfreie Beratung bieten die Pflegestützpunkte Berlin und die Pflegeberatung der Pflegekassen. Bei gesundheitlichen Ursachen von Unsicherheit ist die Hausarztpraxis die richtige Anlaufstelle.
Kann eine Alltagshilfe beim Vorbeugen helfen?
Ja, im Alltag: Eine Alltagshilfe kann Wege abnehmen, beim Einkauf tragen, auf Spaziergängen begleiten und auf Stolperfallen in der Wohnung hinweisen. Medizinische Maßnahmen gehören nicht dazu.

